SCHWERPUNKTE UNSERES ENGAGEMENTS

Unser Lions Club setzte sich mit seiner Gründung das Ziel, vor allem bedürftige Kinder und Jugendliche in Essen und Umgebung zu unterstützen. Einen Tätigkeitsschwerpunkt stellt dabei auch die Förderung bedürftiger Kinder und Jugendlicher mit Migrationshintergrund dar. Wir fördern regelmäßig eine Vielzahl verschiedener Projekte, die diese Ziele verfolgen.

Hierzu zählt u. a. die Initiative „Griffbereit“ von RAA (Regionale Arbeitsstelle zur Förderung von Kindern und Jugendlichen aus Zuwandererfamilien) und der Stadt Essen. Ziel der Initiative ist die Förderung der allgemeinen kindlichen Entwicklung von Kindern aus Migrantenfamilien. Das oft zweichsprachige Aufwachsen der Kinder stellt besondere Anforderungen an die Erziehungskompetenz der Mütter. Das Programm wird in einer Mutter-Kind-Gruppe durchgeführt. Anleiterinnen sind speziell geschulte zweisprachige ausländische Mütter, die mit fünf bis sieben anderen Müttern ein strukturiertes Programm durcharbeiten. “Spielerisch““ vermitteln sie dabei Erziehungs-, Sozial- und Sprachkompetenz an die Mütter. Diese Mütter tragen dann als Multiplikatoren das Erlernte in ihren Lebensbereich weiter. Diese Hilfe zur Selbsthilfe unterstützt wirkungsvoll die gesamte Entwicklung der Kinder, insbesondere ihre Sprachfähigkeiten. Dadurch wird ihre Integration in die Gesellschaft gefördert.

Ebenfalls gemeinsam mit der RAA fördern wir das Projekt „Roots – Soziales Lernen“. Bei „Roots“ handelt es sich um ein zweimal wöchentlich stattfindendes Gruppenangebot, das sich an Schulkinder zwischen sechs und zwölf Jahren richtet, die im Wohnkomplex selber oder in der unmittelbaren Umgebung leben. Als Hauptziele des Projektes werden die Stärkung der Selbst- und Sozialkompetenzen sowie die Förderung der deutschen Sprache gesehen. „Roots“ wird von zwei deutschen Honorarkräften durchgeführt, einer Sozialarbeiterin und einem Studenten der Sozialen Arbeit.

Über die regionale Hilfe hinaus unterstützen wir auch das Friedensdorf International. Kranke und verletzte Kinder, denen in ihrer kriegs- und krisengeschüttelten Heimat medizinisch nicht geholfen werden kann, holt das Friedensdorf nach Deutschland, um sie hier behandeln zu lassen. Die Schwere der Erkrankungen und Verletzungen erfordert meist einen monatelangen Heilaufenthalt. Nach Abschluss der Behandlungen und ggf. angeschlossener Rehabilitationsmaßnahmen im Friedensdorf International in Oberhausen, kehren die Kinder wieder in ihre Heimat und zu ihren Familien zurück.

Darüber hinaus unterstützen wir weitere unseren Zielen entsprechende Projekte und Initiativen, u. a. das von der deutschen Liga für das Kind entwickelte Lions-Programm Kindergarten plus, sowie die Lions-Programme Klasse 2000 und Lions Quest.

GRÜNDUNG UND CHARTER

Die Gründung des Lions Club Essen Cosmas et Damian erfolgte am 16.11.2002.

Die Charter unseres Clubs fand am 04.07.2003 auf dem Weltkulturerbe Zeche Zollverein in Essen statt. Gastredner des Abends waren u. a. Oberbürgermeister Dr. Wolfgang Reiniger und Bundesministerin a. D. Prof. Dr. Dr. h.c. Ursula Lehr.

NAMENSGEBUNG

Cosmas und Damian, aus Kilikien in Kleinasien stammende Zwillingsbrüder, waren frühchristliche Ärzte, Apotheker und zugleich Missionare. Da sie ihre medizinischen Fähigkeiten für eine Gabe Gottes hielten, versorgten sie die Kranken unentgeltlich. Ihre medizinischen Erfolge, die sie als Gottes Werk ansahen, bewirkten die Bekehrung vieler Nichtchristen zum christlichen Glauben. Von den heidnischen römischen Machthabern wurden Cosmas und Damian daher brutal und unnachgiebig verfolgt und unter Kaiser Diokletian in der Stadt Cyrus in Syrien hingerichtet. In der Folge verehrte man bereits im fünften Jahrhundert Cosmas und Damian als Heilige.

In der Geschichte der Stadt Essen spielen Cosmas und Damian eine besondere Rolle. Bischof Altfrid von Hildesheim soll zwischen 845 und 847 von Papst Sergius II. Reliquien der wundertätigen Brüder erworben haben. Altfrid begann um 852 an seinem Geburtsort Asnidhi, dem späteren Essen, mit dem Bau des Essener Münsters. Dies war die Stiftskirche des etwa zur gleichen Zeit gegründeten Damenstifts, mit dem die Essener Stadtgeschichte beginnt. Im Zusammenhang mit der Errichtung von Stift und Münster soll Altfrid die von ihm zuvor in Rom erworbenen Reliquien von Cosmas und Damian nach Essen (Asnidhi) gebracht haben. Die beiden Heiligen wurden Schutzpatrone des Damenstifts und später auch der Stadt Essen.